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DLG-ANERKANNT: Zunhammer VAN Control dual

05.07.2022

Kontinuierlich steigende Düngepreise, der Druck der Verbraucher und strenge Auflagen setzen eine zielgerichtete und präzise Nährstoffgabe voraus. Um die Pflanzen im Wachstum optimal unterstützen zu können, ist es für Landwirte unerlässlich die genauen Bestandteile der Wirtschaftsdünger zu kennen. Zunhammer entwickelte dazu bereits vor einigen Jahren das VAN Control. Durch ständige Weiterentwicklung und Verbesserung am System bietet Zunhammer mit dem VAN Control dual eine Revolution in der Nährstoffmessung.

Eine Kalibrationskurve Wirtschaftsdünger – zwei Anwendungen
Das VAN Control dual ist die Lösung für effiziente und einfache Nährstoffmessung mit äußerst genauen Werten. Ein Vorteil ist, dass das VAN Control dual die Nährwerte pro Fass misst. Jedes Güllefass hat unterschiedliche Nährstoffmengen geladen, da die Gülle im Behälter nicht als homogene Masse angesehen werden kann. Laboranalysen bilden die Gesamtheit der Gülle ab, geben aber keinen Aufschluss über die Inhaltsstoffe des Wirtschaftsdüngers pro Fass. Des Weiteren werden sämtliche Güllearten, auch Mischgüllen, mit nur einer Kalibrationskurve analysiert. Dadurch können Fehlerquellen minimiert werden und das Bedienkonzept wird einfacher und intuitiver. Der Unterschied zum Vorgängermodell ist, dass das VAN Control dual einen Doppelnutzen besitzt. Es ist sowohl in der Gülletechnik als auch auf dem Krone Feldhäcksler, zur Bestimmung der Nährstoffwerte im Erntegut, einsetzbar. Für den Krone Feldhäcksler werden weitere Kalibrationskurven eingesetzt, die die Inhaltsstoffe des Erntegutes bestimmen können. Der Sensor ist schnell und einfach umzumontieren. Dies ermöglicht es dem Landwirt, die Kosten für einen zweiten Sensor zu sparen und flexibel zu agieren.

Zunhammer setzt in seiner Technologie auf das bekannte Verfahren der Nah-Infrarot Messung. Die Gülle beziehungsweise das Erntegut strömt an einem Sensor vorbei, der von Produkt durch ein Saphirglas getrennt wird. Die Bestrahlung des Gutes erfolgt mit einer NIR-Lichtquelle und bekanntem Spektrum. Das reflektierte Lichtspektrum wird erfasst. Um Fehlerquellen durch Temperaturschwankungen auszuschließen, werden automatisch Weiß- und Dunkelreferenzierungen in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Die Umrechnung in Einheitsangaben erfolgt, nach Ausbreitung der Daten in der Auswerteeinheit, mit Hilfe von hinterlegten Kalibriermodellen. Die Messwerte werden sekündlich ausgeben. Es können sowohl Mittelwerte für bestimmte Zeitintervalle als auch die Werte in Echtzeit wiedergegeben werden.

Die DLG Prüfung wird zur Messung für die Bestimmung des Trockenmassegehalts, Gesamtstickstoffgehalts, Ammoniumstickstoffgehalts, Phosphatgehalts und Kaliumgehalts durchgeführt. Um ein repräsentatives Ergebnis zu erlangen, wird bei der Wahl der Güllearten ein vielfältiges Spektrum abgedeckt. Sowohl Rindergülle als auch Schweinegülle, Mischgülle aus Rinder- und Schweinegülle und flüssiger Gärrest aus Rinder- oder Schweinegülle mit nachwachsenden Rohstoffen werden geprüft.

Für den Test werden die unterschiedlichen Düngearten auf verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben analysiert. Es werden Mengen von 3m³ bis 5m³ in den Tank gepumpt. Die Gülle wird über mehrmaliges Umpumpen homogenisiert und die Messwerte anschließend mit dem Sensor dokumentiert. Die Fließgeschwindigkeit wird variiert, um einen möglichen Einfluss auf den Sensor zu erkennen. Die Durchflussmengen wurden von 6m³/min bis 9m³/min eingestellt. Die Veränderung der Geschwindigkeit nimmt keinen Einfluss auf die Messwerte. Die Proben werden in gefrorenem Zustand an fünf Labore übergeben und untersucht. Für jeden Wirtschaftsdünger und jeden Inhaltsstoff wird aus den Laborergebnissen das arithmetische Mittel als Referenzwert berechnet.

Die Ergebnisse sprechen für sich und so erhält das Zunhammer VAN Control dual mit Kalibrationsmodell V14.3.1 das Prüfzeichen „DLG-ANERKANNT in Einzelkriterien“.

Futterverschmutzung erfolgreich reduzieren mit der Zunhammer Duplo Düse

25.02.2022

Der hohe Stellenwert der Gülle als Wirtschaftsdünger spiegelt sich vor allem in Zeiten steigender Preise für Mineraldünger wider. Um möglichst wenig Emissionen zu verursachen und somit Stickstoff in Form von Ammoniak zu verlieren, wird die bodennahe Ausbringung im Laufe der letzten Jahre deutlich populärer. Wichtige Nährstoffe werden pflanzenverfügbar unterhalb der Stängel und Blätter abgelegt.

Schleppschuhverteiler gelten als Pioniere im Bereich der bodennahen Ausbringung. Die Erde wird bei diesem Verfahren leicht aufgekratzt und die Gülle darauf abgelegt. Mit der Zeit zeigte sich allerdings, dass die Streifenablage jedoch nicht nur Vorteile mit sich bringt, denn vor allem bei der Grünlandernte spielt Futterverschmutzung durch Güllereste eine entscheidende Rolle. Ein hoher Trockensubstanzgehalt, eine zu niedrige Schnitthöhe und ungünstige Witterungsverhältnisse beeinflussen diesen Umstand negativ. Der Gülletechnik-Hersteller Zunhammer entwickelt, im Hinblick auf sauberes Grünfutter, die Duplo Düse.

Technisch liegt der entscheidende Unterschied zu den bewährten Düsen im Strichabstand. Dieser wird von 25 cm auf 12,5 cm reduziert, was deutlich schmalere Güllestreifen pro Auslauf zur Folge hat. Dies wirkt dem Problem der Futterverschmutzung nachweislich entgegen. Zusätzlich setzt Zunhammer auf eine leichte Bauweise bei korrosionsbeständigem und unempfindlichem Kunststoff. Die Gleitkufe, auf der die Düse montiert ist, sowie die Feder des Gleitfußes sind aus Stahl gefertigt. Das Grundkonzept der Marke Zunhammer basiert auf eine hohe Nutzlast durch geringes Eigengewicht der Fässer beim Gülletransport. Das Gewicht des Verteilers erhöht sich durch den Einbau der Duplo Düsen - gegenüber der bewährten Düsen - nicht. Im Praxiseinsatz bestätigt sich neben der Reduktion der Futterverschmutzung, dass die ausgeklügelte Bauart eine vorherige Separierung überflüssig macht und keine Verstopfungen auftreten. Die Kunden des Gülletechnik-Herstellers sind überzeugt von den neuen Duplo Düsen, die bereits 2021 in den Markt eingeführt wurden. 

 

Filmisches Gemeinschaftsprojekt DKE agrirouter, NEXT Farming, Zunhammer

08.06.2021

In dem Gemeinschaftsprojekt zwischen den Partnern Zunhammer Gülletechnik als Maschinenhersteller mit dem Produkt VAN-CONTROL 2.0 für eine nährstoffbasierte Applikation von flüssigen Wirtschaftsdüngern, NEXT Farming als Plattform für Online-Ackerschlagkarteien und dem DKE agrirouter als Datenaustauschplattform geht es darum, die Möglichkeiten des Precision Farming vor dem Hintergrund der Applikationskartennutzung bei flüssigen Wirtschaftsdüngern vollumfänglich auszuschöpfen.

 

Der Mehrwert für den Kunden wird am Beispiel des Betriebes Langenbuch im mittelfränkischen Landkreis Rothenburg ob der Tauber greifbar.
Der Betrieb mit den Schwerpunkten Ferkelerzeugung, Schweinemast und Futtergetreidebau, inklusive Körnermais und Zuckerrüben, bewirtschaftet stark heterogene Betriebsflächen bei mittleren Niederschlagsmengen.
Durch eine teilflächenspezifische Bewirtschaftung lassen sich vor allem hier die jeweiligen Ertragspotentiale optimal ausschöpfen und signifikant höhere Erträge erzielen.
Durch die Vermeidung von Überdüngung in Niedrigertragszonen wird eine optimale Versorgung von Hochertragszonen bei einer gleichzeitig festgelegten Ausbringmenge pro ha gewährleisten. So wird bei der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung eine Umverteilung der verfügbaren Nährstoffe vorgenommen.

Im Agrarbüro werden die auszubringenden Mengen teilschlagbezogen geplant und anschließend drahtlos auf das CCI-ISOBUS Terminal übertragen.

 

Nach Beendigung der Arbeit erfolgt eine ebenfalls drahtlose Rückübertragung der ausgebrachten Nährstoffmengen nach erfolgter Düngemaßnahme, wo diese für die Verwaltung und Nachbereitung verfügbar ist.

 

Der agrirouter bietet hier die sogenannte offene Datenaustauschplattform und vernetzt die Agrarsoftware und die ISOBUS-Fahrzeugelektronik drahtlos miteinander. 

 

Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand:
Arbeitserleichterung und -entlastung für den Landwirt durch ein einfaches und unkompliziertes Handling der Aufträge ist hier von Anfang an gegeben. Von der Erstellung über die Übertragung auf die Arbeitsmaschine, sowie der anschließenden Dokumentation deckt dieses System alles ab.
Weiterhin ist in einigen Bundesländern die Dokumentation mit dem Nährstoffmesssystem entsprechend den Vorgaben der Düngeverordnung zur Dokumentationspflicht zugelassen.
Somit haben die Landwirte die Möglichkeit der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung der Flächen und somit einhergehend eine optimierte Bestandsführung bei höheren Erträgen durch effizientere Nährstoffverteilung.

 

Hier geht es zum Video

Neu DLG-Anerkennung des Nährstoffsensors VAN-Control 2.0

12.02.2021

Gülle wie Mineraldünger einsetzen – das war die Vision von Sebastian Zunhammer sen. als er vor über 16 Jahren mit den Entwicklungsarbeiten zum Nährstoffsensor VAN Control begann. Seine Beharrlichkeit und fachliche Kompetenz wurden 2017 mit der ersten DLG-Anerkennung des Systems „belohnt“. Seither wurde die Technik stetig optimiert. Diese kontinuierliche Entwicklungsarbeit findet jetzt ihren Erfolg in der neuen DLG-Prüfung VAN-Control 2.0 mit der Software-Version 14.3.1.

Das Prüfinstitut bestätigte dem Gülle-Spezialisten aus Bayern das Erkennen von allen vier geprüften Güllearten. Bisher testeten die DLG-Ingenieure Rinder- und Schweinegülle, sowie Gärreste. Im neuen Test wurde auch die Mischgülle von Rindern und Schweinen sicher erkannt.

„Neu ist auch die erfolgreiche Messung der Phosphor-Gehalte bei allen vier Güllearten. Durch den Einsatz eines einzigen Kalibrationsmodells für alle geprüften Güllearten ist eine Fehlbedienung beim Wechsel der Gülleart im Praxiseinsatz ausgeschlossen. Andere Meßsysteme schreiben teilweise den Wechsel der Software je nach Gülleart vor“, fasst Senior-Chef Sebastian Zunhammer die Ergebnisse zusammen.

 

Gülle wie Mineraldünger einsetzen

Im Einzelnen erhielt der Nährstoffsensor über alle vier geprüften Güllearten die Anerkennung zur Messung der Trockenmasse (TM), dem Gesamtstickstoff (Ngesamt) und dem Phosphor (P2O5). Ammonium-Stickstoff (NH4-N) wird bei Rinder- und Schweinegülle sowie Gärresten sicher gemessen. Den Kaliumgehalt (K2O) detektiert der Sensor sicher bei Rinder- und Mischgülle.

In der Praxis ermittelt der Nährstoffsensor beim Befüllen des Tanks mit Gülle deren Nährstoffgehalte. Während des Ausbringens regelt dann die Software die Güllemenge entsprechend dem gewünschten Düngeniveau in Kilogramm-Nährstoff je Hektar. Damit lassen sich Gülle bzw. Gärreste so präzise wie Mineraldünger einsetzten. Ein wichtiger Aspekt in der gesellschaftlichen Diskussion um ein Überdüngen mit organischen Düngern zu vermeiden.

Der Nährstoffsensor wird über die ISO-Bus-Technik komplett in die Systeme der modernen Präzisionslandwirtschaft integriert. Damit lassen sich dann beispielsweise auch vorgeplante Applikationskarten zur Düngung „abarbeiten“ und die ausgebrachte Nährstoffmenge je Hektar dokumentieren.

Neben der Installation des präzisen Systems in neue Tankwagen und Gülle-Selbstfahrer lassen sich bereits vorhandene Fahrzeuge des Herstellers, je nach Ausstattung, auch nachrüsten. Zudem ist der Einsatz in Pumpstationen und der Einbau in Fremd-Fahrzeuge möglich.

 

Hier erhalten Sie weitere Infos:

https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/tests/pruefberichte/aussenwirtschaft/test-van-control-20-mit-kalibrationsmodell-1431

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