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 Halle 15 / Stand C37
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Mit modernen Gülletankwagen verteilt man Gülle auf dem Acker mit einer Abweichung von etwa 5-10% der Sollmenge. Die Technik hat sich hier in den letzten 15 Jahren entscheidend verbessert. Die Inhaltsstoffe kennen die meisten Anwender aber kaum. Viele Landwirte nehmen einmal im Jahr eine Probe aus der Güllegrube, und versenden diese an ein Labor zur Untersuchung. Die gewonnenen Laborwerte sind wenige Stichproben aus riesigen Güllelagern, welche den Zustand der Gülle zum Ort und Zeitpunkt der Entnahme darstellen. Oft werden die Gülleinhaltstoffe vom Landwirt nur anhand von Tabellenwerten grob abgeschätzt, ein sehr ungenaues Verfahren. Aber nur wer die Nährstoffe der Gülle genau kennt, kann diese pflanzen- und umweltgerecht ausbringen. So kostet z.B. die Düngung von 1 ha Mais mit Mineraldünger etwa 400 Euro plus 20 Euro für den Streuer, insgesamt etwa 420 Euro. Die teurere Gülleausbringung mit etwa 120 Euro abgezogen ergibt einen Wert für die Gülle von 300 Euro per ha. Es lohnt sich also, die Ausbringung organischen Düngers weiter zu optimieren.
Das neue Verfahren VAN-Control von ZUNHAMMER wird die künftige Praxis der Gülleausbringung grundlegend ändern. Indem die Gülleinhaltstoffe kontinuierlich in jedem Tankwagen bestimmt werden, sind die Messwerte „online“ verfügbar und ständig aktuell. Ein vergleichbares Verfahren ist bisher weltweit nicht am Markt verfügbar. Direkt in der Rohrleitung des Gülletankwagens ermittelt ein optischer Sensor mittels Lichtreflexion die Inhaltsstoffe der durch das Rohr fließenden Gülle. Diese Messung der Gülle-Inhaltsstoffe erfolgt direkt an der Maschine und unmittelbar vor der Ausbringung. Veränderungen durch die Lagerzeit, Temperatur und sonstiger Einflüsse sind berücksichtigt. Erst diese Basis ermöglicht eine nährstoffgesteuerte und bedarfsangepasste Ausbringung von Wirtschaftsdünger. VAN-Control verbessert die Verteilgenauigkeit gegenüber dem heutigen Stand der Technik in erheblichem Maße und spart zusätzlich Personal, Zeit und Geld für die aufwändigen Untersuchungen in einem entfernt liegendem Labor.
Die mechanische Steuer- und Regeltechnik funktioniert nach bereits bekannten und in der Praxis bewährten Verfahren mittels Durchflußmengen-Messung. Bei VAN-Control wird der vom Sensor bestimmte N-Wert wird über eine Datenleitung an einen Task-Controller weitergeleitet, der dann die notwendige Ausbringmenge in Abhängigkeit von der jeweiligen Soll-Vorgabe berechnet. Über ISOBUS wird direkt vom Terminal des Traktors die Verteilmenge bedarfsgerecht geregelt.
Zusätzlich zur Messung von Stickstoff (N) können mit VAN-Control auch Trockenmasse (TM), Phosphat (P) und Kali (K) bestimmt und aufgezeichnet werden. Weitere Inhaltsstoffe zu erfassen ist technisch mit dieser Methode künftig denkbar. Auch wenn die Regelung der Ausbringmenge am Güllewagen meist den N-Wert als Regelgröße verwendet, kann die aufgezeichnete Menge an ausgebrachtem Phosphat und Kali bei der nachfolgenden Düngung berücksichtigt werden. Damit ist es nun erstmals möglich, organischen Dünger ähnlich zu verwenden wie Mineraldünger. Die ausgebrachte Menge an Inhaltsstoffen des Wirtschaftsdüngers kann man ort- und zeitgenau dokumentieren. Der wertvolle Boden wird exakt mit den nötigen Stoffen versorgt und Über- oder Unterversorgungen sowie Auswaschungen ins Grundwasser können umweltgerecht vermieden werden.
ZUNHAMMER VAN-Control bewirkt, dass die Verteilmenge nicht mehr nach Kubikmeter per Hektar, sondern in kg Stickstoff (N) per Hektar eingegeben und gesteuert wird. Organische Düngung kann wesentlich exakter und pflanzengerechter erfolgen. Die gesetzlichen Vorgaben der Düngeverordnung (z.B. N-Düngevorgaben), können mit VAN-Control korrekt eingehalten und gegebenenfalls per GPS ortspezifisch dokumentiert werden. Die ISOBUS-Umgebung des Gülletankwagens lässt über den Task-Controller die Kombination von VAN-Control mit anderen ISOBUS fähigen Funktionen wie z.B. GPS-Aufzeichnung zu. So können alle gewonnenen Daten in eine Ackerschlagkartei übernommen und am PC im Büro ausgewertet werden.
ZUNHAMMER wird den neuen VAN-Control ab Frühjahr 2008 sowohl für die gezogenen, als auch für die Gülle-Selbstfahrer als Option anbieten. Voraussetzung dafür ist eine ISOBUS-Ausrüstung an der Zugmaschine oder auf dem Selbstfahrer. Ist diese Vorraussetzung nicht gegeben, sind auch Nachrüstungen technisch möglich.
Achtung: Im Gegensatz zu der von der DLG herausgegebenen Pressemitteilung hat die Firma Reichhardt GmbH Steuerungstechnik NICHTS mit unserer Entwicklung zu tun! |